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Letztes Update
26.07.2010
 
 
Dies ist die Geschichte von Bell.
Wie seit 20-ig Jahren, machen ich und mein Mann Urlaub in Griechenland /Chalkidiki/Vourvourou. Ich liebe dieses Land und außerdem ist mein Mann Grieche. Aber er ist nur ein halber Grieche, denn er liebt Hunde!! Und das ist für 90% der Griechen nicht normal. Weil Hunde sind schmutzig, krank und "sehr gefährliche" Tiere. Egal ob es ein ganz kleiner, oder ganz großer Hund ist! Generell gilt die Regel, wenn ein Hund kommt mit aller Kraft bekämpfen. Erlaubt ist ALLES! Lieblingsspiel der Griechen ist es, Hunde mit großen Steinen zu bewerfen. So ein Ziegelstein auf dem Kopf von einem Hund zeigt Wirkung!!! Ein Tritt in den Bauch tut es aber auch. Hauptsache der Hund wird vertrieben und kommt nie wieder zurück. Ich muss aber auch die 10% der Griechen erwähnen, die anders denken. Die 10% geben dem Hund Wasser und essen, die schauen nicht weg, sondern versuchen zu helfen. Und lassen dem Tier das bisschen Würde, wo Ihm eigentlich zusteht!!!

Auch die kleine Bell kam als Hundebaby in Griechenland auf die Welt. Mit einer Notbremsung machte ich das erste Mal Bekanntschaft mit Bell und Bella Ihrer Mama!! Mein Mann hätte die beiden beinahe überfahren. So fing alles an. Ich stieg aus, und brachte die beiden weg von der Strasse. Die kleine Bell gerade Mal 3 Wochen alt, wackelte Sie hinter Ihrer Mama her.100 Meter weiter war meine Wohnung. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass ich die nächsten 10 Tage als Schutzengel für die beiden eingeteilt war!! Um 2 Uhr morgens wurde ich von Hundegebell wach, natürlich stand ich auf, weil ich die beiden ja noch im Kopf hatte. Draußen auf der Strasse sah ich die Hundemama, wie Sie von der anderen Straßenseite versuchte Ihr Junges zu rufen. Es spielte sich alles auf einer Hauptstrasse ab, wo die ganze Zeit Autos vorbei rasten. Und mitten auf der Strasse wackelte die kleine Bell rum. Wieder lief ich nach vorne, packte das kleine Ding und brachte es weg von der Strasse. Dann sah ich dass die Hundemama, zu einem Haus lief, wo allerdings keiner war. Nun gut dachte ich, die werden schon kommen, und brachte die kleine in den Garten zu Ihrer Mama. Gab Wasser und Essen mit!! Nicht zu glauben aber das kleine Ding hat sich auch über das Hundefutter hergemacht. Sie müssen sich vorstellen, das ich diese Prozedur pro Nacht zweimal hatte, und am Tag auch. Ich kam vom Supermarkt, um 10 Uhr morgens, ich traute meinen Augen nicht, die Hundemama auf der Straßenseite und die kleine Bell mitten auf der Strasse! Sie werden es nicht glauben, aber Sie wurde von einem LKW überrollt, und es ist Ihr nicht passiert. Ich wieder raus, Hunde in Sicherheit bringen. An Urlaub nicht zu denken. So jetzt waren endlich Leute bei dem Haus, und ich freute mich und dachte, jetzt ist alles gut. Jetzt passt wieder jemand auf. Am später Nachmittag, mein Mann und ich kamen vom schwimmen, wollte ich nach dem Rechten sehen, und ich kam richtig, den die Hundemama bekam gerade die Prügel Ihres Lebens. Natürlich erfuhr ich auch den Grund, sie hatte Wurst geklaut die zum Grillen gewesen wäre. Ich war am verzweifeln. Was sollte ich machen. Ich versuchte mit den Leuten zu reden. Ich sagte auch dass ich die Hunde mitnehmen werde. Die Antwort war: Wenn Du diese Drecksviecher mitnimmst bekommst Du eine Anzeige wegen Diebstahl!! Das soll einer mal verstehen !! Ich hab’s nicht verstanden !!Die nächsten Tage waren auch für mich die Hölle. Der Gesundheitszustand der Hundemama verschlechterte sich stündlich, und die kleine Bell wurde auch immer schwächer. Am nächsten Tag sah ich wie sich die Hundemama auf der Strasse drehte, und bellte und winselte mit aller Kraft die Sie eigentlich schon gar nicht mehr hatte. Eigentlich war Sie schon tot!! Ich konnte gerade noch erkennen wie ein Motorradfahrer mit der kleinen Bell wegfahren wollte. Dieser Idiot hatte Sie der Hundemama einfach geklaut unterm fahren. Ich fuhr Ihm nach, und nahm im die kleine inzwischen auch geschwächte Bell wieder ab. Ich nahm Sie mit in unsere Wohnanlage. Ich muss dazu sagen, die beiden Hunde schauten miserabel aus. Elendig krank!! Sie können sich vorstellen, dass mein Vermieter keine Freude damit hatte. Obwohl er meinen eigenen Hund sehr mochte. Aber mein Hund war ja auch kein Streuner, und er war teuer, das spielt ja bei den Griechen eine große Rolle.!!! Da schaut die Sache Hund wieder anders aus!! Bei den meisten Griechen spielt der Wert eine ganz große Rolle!! Es half alles nichts, ich musste die Hunde wieder zurück auf dieses verfluchte Grundstück bringen. Weinend ging ich in meine Wohnung zurück. Diese Kreatur im Garten wo sich Mensch nannte, rief mir noch nach: fahr doch drüber mit Deinem Auto dann haben wir alle unsere Ruhe!! Und dann kam mein Mann dazu!! Er ging zu den Leuten, es gab eine Unterhaltung die nichts mit feiner Umgangsart zu tun hatte. Ich hörte endlich den Satz: Nimm die Hunde weg von hier!! Seine Frau ging zu der Ecke wo sich Bella und Ihre kleine Bell verkrochen hatten, zog die kleine Bell am Ohr hoch, und schmiss Sie mir vor die Füße!! Das, der kleine Hund das alles überlebt hat, wundert mich heute noch. Nun konnten wir dieses Horror-Grundstück verlassen. Ich rief Samira an! Samira, betreibt eine Hundeauffangstation in Nikiti. Ich erzählte kurz, und Sie sagte, ich könne die beiden sofort bringen. Obwohl Sie eigentlich gar keinen Platz mehr hatte, nahm Sie mir die beiden ab. Über Samira kann ich nur sagen, Sie ist eine Seele von Mensch. Und der Hund, der es schafft, und bei Ihr aufgenommen wird, hat es geschafft. Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, --vielleicht von der Hölle ins Paradies, das würde passen. Sie ist der beste Mensch den ich jemals kennen gelernt habe!! Aber diese Arbeit, die Sie und Ihre Leute da unten leisten, kann man mit nichts vergleichen. Diese Liebe, diese Geduld, mit der Sie versucht die körperlichen und seelischen Wunden der misshandelten Tiere wieder zu heilen, das kann man nicht einfach so erzählen! Meinen allergrößten Respekt hat Sie!!! Ich glaube über zwei Monate hat es gedauert, das Sie Bella und Ihre kleine Bell wieder hin bekommen hat. Die Hundemama hatte auch noch ein totes Baby im Bauch. Beide waren sehr krank.
Diese Geschichte hat ein glückliches Ende. Denn wie ich erfahren habe, wurde die Hundemama in eine gute Deutsche Familie vermittelt!! Meine kleine Bell war kurze Zeit bei Rosi und Heinz in Kerken, und wurde von da aus auch in gute Hände vermittelt. Rosi und Heinz, gehören inzwischen zu den Leuten, wo ich dankbar bin, dass ich Sie kennen lernen durfte!!!
So, das war die Geschichte von Bella und Bell, die gut ausgegangen ist! Aber unzählige Hunde irren immer noch auf den Strassen Griechenlands rum, werden misshandelt, hungern, dursten. Ich bleibe bei meiner Meinung, auch wenn es nur ein Tropfen Wasser auf den heißen Stein ist. Jedes Tier hat es verdient, das man Ihm hilft.

NICHT WEGSCHAUEN

!!! HELFEN !!!

Mit freundlichen Grüssen

Eure Margit

   
 
 
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