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Letztes Update
23.04.2017
 
 
Liebe Leserinnen und Leser, liebe Tierfreunde,

warum wir bei uns Welpen aus Griechenland aufnehmen, werden wir häufig gefragt. Und manchmal ist bei der Frage auch ein vorwurfsvoller Unterton nicht zu überhören. Ich möchte im Nachfolgenden darauf antworten.

Ich habe live miterlebt, welches extreme Leid Tiere in Griechenland erfahren.

Wir unterstützten Silke Wrobel im Jahr 2000 erstmalig mit Sach- und Geldspenden. 2001 flog ich mit einer Freundin nach Chania, um Silke Wrobel und ihre Tierschutzarbeit einmal kennen zu lernen und zu sehen, ob die Spenden auch wirklich den Tieren zugute kommen. Heute haben wir keine Zweifel mehr an der ordnungsmässigen Verwendung der Mittel. Wir bekamen tiefen und traurigen Einblick in das, was vielen Tieren in Griechenland geschieht und welchen Kraftakt die Tierschützer vor Ort tagtäglich vollbringen.

Bei einer Überlandfahrt sahen wir einen Welpen, vielleicht gerade einmal drei Monate, der an einer Kette angebunden und dem Tod geweiht war, da er weder Futter noch Wasser hatte. Stirbt er was billigend in Kauf genommen wird, kommt der nächste Welpe an seine Stelle, so erzählte uns Silke Wrobel.

Dann sahen wir Welpen, die in den Klippen hilflos umherirrten und ohne unsere Hilfe elend gestorben wären. Ein weiteres Mal haben wir miterlebt, wie zwei Jungen mit einem Welpen Fussball spielten. Sie spielten Fussball mit einem Lebewesen. Ich bin schreiend dazwischen gelaufen, habe die Jungen und auch völlig unbeteiligt dreinschauende Griechen angeschrien. Aber sie zeigten keinerlei Mitgefühl für die geschundene Kreatur, die ich dann an mich genommen habe und deren Leben so gerettet war.

Und schließlich begegneten wir dem armen Oskar, den man angefahren hatte und schwer verletzt zum Sterben einfach hatte liegen lassen. Seine Hinterläufe waren gebrochen. Er zog sich erbärmlich auf den Vorderbeinen von der Stelle. Voller Verzweiflung habe ich per Telefon meinem Mann in Deutschland von den schrecklichen Zuständen erzählt. Von da an war klar, dass wir mehr für diese armen Kreaturen tun müssen. Den geschundenen Oskar haben wir im Handgepäck mit nach Deutschland genommen. Er wurde auf unsere Kosten operiert und in ein wunderschönes Zuhause nach Dortmund vermittelt.

Es ist unvorstellbar, welches Leid Menschen Tieren auf Kreta und allgemein in Griechenland antun: Hunde werden angekettet mitten in der Einöde ohne Schattenplätze, ohne Wasser, ohne Futter, damit sie Schafherden bewachen. Sind sie tot, werden sie durch neue Hunde ersetzt. Hunde und Katzenbabys werden lebendig in Mülleimer geworfen. Sie werden in der Wildnis ausgesetzt. Ihnen werden die Hälse durchgeschnitten. Sie werden bei lebendigem Leibe aufgehängt. Augen werden ihnen aus Spaß ausgeschlagen.

Auf Kreta wurden wir mit zahlreichen Ereignissen konfrontiert, die mein Leben und das meines Mannes völlig umgekrempelt haben: Viele Oskars sind seitdem gefolgt, Welpen, die ohne unsere Hilfe überhaupt keine Chance zum Überleben, geschweige denn eine Chance auf ein gutes Zuhause gehabt hätten. Selbstverständlich können wir nicht die Welt retten, aber jeder kann ein kleines bisschen tun, um sie etwas besser zu machen.

Wir handeln so, dass unsere Tierschutzarbeit auch einem zusammenwachsenden Europa Rechnung trägt.

Tierschutz kennt keine Grenzen, und wir helfen da, wo unsere Hilfe am dringendsten benötigt wird. In Zeiten der Globalisierung rücken Menschen zusammen, und in dieser Zeit haben auch Tiere in Deutschland, der EU und natürlich weltweit ein Recht darauf, unsere Achtung, unsere Hilfe und unsere Liebe zu erfahren.

Mittlerweile unterstützen wir zwei uns persönlich bekannte Tierschützerinnen: Silke Wrobel auf Kreta und Samira AbuHamdan auf Chalkidiki. Sie brauchen unsere Hilfe, um vor Ort die allergrösste Not zu lindern.

Wenn auch Sie uns helfen wollen, würden wir uns freuen. Es gibt viele Möglichkeiten, das zu tun.

Mit freundlichen Gruß
Rosi Urbahn

   
 
 
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