| Luke Hundstage
Mann, bin ich alle, sozusagen ko!
Soll ich Euch, liebe Freunde, sagen wieso?
Ich muß es verraten, von Anfang an,
Euch erzählen, wie mein Tag heute war, wie er begann.
Um 6 Uhr 30 kam zu dem Zwecke
mich zu wecken mein Frauchen um die Ecke.
Sie streichelte mein Öhrchen, kraulte mein Kinn,
und ich weis sie liebt mich so wie ich bin.
Ich höre ein Rascheln und Schlüsselgeklirr,
und schon stand mein Herrchen samt Leine vor mir.
Ich freute mich sehr, denn was soll ich sagen,
voll waren Blase und Darm, leer aber mein Magen.
Mein Herrchen und ich, wir machten die Runde
und brachten dann Frauchen die frohe Kunde,
dass ich alles erledigt und noch anderes gemacht,
z. B ´ne Katze verbellt habe, die nun nicht mehr lacht,
Maiskolben zerpflückt, K?r verschluckt
Mäuse gejagt, nach Katzen und G?en geguckt,
doch plötzlich hatte ich wohl gedacht:
"Frauchen hat inzwischen das Fresschen gemacht."
Ich raste zurück und zwar volle Pulle
und stürzte mich auf meine Leberwurststulle,
die ich verschlang in "Null, Komma, Nix",
denn auch im Fressen bin ich durchaus fix!
Herrchen, Frauchen, sowie die Mutter,
hatten währenddessen auch ihr Futter.
Ich versuchte zu betteln, konnte es einfach nicht lassen,
doch ohne Erfolg, es war kaum zu fassen.
Zuerst hatte ich beleidigt von Würsten geträumt,
dann einen Blumenkübel ausgeräumt,
die Erde sorgsam auf Teppich und Fliesen verteilt
und auf Lob wartend auf der Stelle verweilt.
Hier muss ich bemerken, ich hatte geirrt,
etwas anderes war, für mich unbegreiflich, passiert.
Mein Frauchen rief: " Ach, was hat es genutzt,
dass wir haben gestern so gründlich die Wohnung geputzt!"
Auch Herrchen schimpfte, schaute böse drein,
ich beschloss: "Diese Aktion lass ich das nächste Mal sein."
So legte ich mich müde und erledigt auf´s Ohr,
schlief 10 Minuten, es kam mir stundenlang vor.
Daher, ziemlich erfrischt, war ich wieder bereit,
hatte ja zum Toben unermesslich viel Zeit
und habe sofort auch eine Zeitung zerrissen,
und meinem Herrchen ein Loch in sein Hemd gebissen.
Mein Herrchen meckerte, doch ich bin so vermessen,
die strafenden Worte sofort zu vergessen.
Was soll´s, ich schaute schuldbewusst aus
und wusste dabei: Gleich gegen wir raus
und ziehen eine, manchmal auch zwei Stunden,
durch Feld, Wald und Flur unsere täglichen Runden.
Zuhaus´ angekommen war es wieder soweit,
mein Mittagessen stand, wie ?ch, bereit,
und ich startete einen neuen Rekord,
K?r, Fleisch und Gem?waren minutenschnell fort.
Auch Herrchen und Frauchen sa?n, glaube ich, satt
auf dem Sofa, doch sie schienen nicht frisch, sondern eher matt.
Ich hatte mich zwischen die Beiden gelegt
und mich 30 Minuten lang nicht mehr geregt.
Doch dann wurde ich wach, war munter und heiter...
Doch meine Lieben, sie schliefen ruhig weiter.
Aber ich, ich wollte arbeiten, ungelogen
Und habe Tapete von der Wand gezogen,
ganz gr?ich, das kann ich garantieren,
(vorausgesetzt, man wollte auch neu tapezieren*).
Das Foto zeigt mich im Arbeitsdress,
v?g ersch?, von all meinem Stress.
Dieses war ein Ausschnitt meiner Tage
Ich, Luke, bin f?ie Meinen die liebste Plage.
Die Familie ist froh, dass es mich gibt.
Fest steht, ich werde ganz irre geliebt.
Es gr?ganz herzlich, mit einem freudigen Wau,wau
Luke
* Anmerkung der Geplagten
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