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| Merlin Hallo liebe Familie Urbahn,
nachdem unser "Adoptivsohn" Merlin jetzt schon 5 Wochen bei uns ist, möchten wir Ihnen gern einen kleinen Überblick über die Fortschritte geben, die unser Kleiner so gemacht hat.
Anfangs hatten wir doch rechte Bauchschmerzen, was uns wohl mit unserem Jüngsten so alles erwarten würde. Immerhin - er war ( und ist) ein Welpe.
Daher waren wir darauf vorbereitet, Weihnachten ohne Baum zu verbringen (den Weihnachtsbaum unter die Decke zu hängen, erschien uns bei näherer Betrachtung als zu wenig romantisch), des öfteren größere oder kleinere Unglücke beseitigen zu müssen (meist läuft es schneller, als man laufen kann). Ab und zu Spuren von Nageattacken zu beseitigen (oder zu akzeptieren, je nach Zerstörungsgrad) und so fort.
Und dann kam Merlin.
Auf der Rückfahrt nach Solingen lag er zufrieden schnaufend neben seiner zukünftigen Mama auf dem Rücksitz, aufgeregt war nur der Papa, der permanent versuchte sämtliche Schlaglöcher zu umfahren. (Wer Solingens Straßen kennt, weiß, was er litt und leistete!)
Zu Hause angekommen, wurde erst einmal der Garten inspiziert (und auch direkt eingeweiht), danach der Rest des neuen Domizils beschnüffelt. Der ihm zugewiesene Platz (erkennbar durch den aufgestellten Hundekorb) wurde auf der Stelle akzeptiert indem man mit einem Riesensatz hinein sprang, sich in die Kissen wühlte, das darin befindliche Schlafhupferl (in Form eines Leckerlis) genüßlich verspeiste und einschlief.
Dies war dann der Moment, bei dem die Zweibeiner zum ersten Mal hörbar aus- und aufatmeten.
(1. Hürde geschafft) Im Verlauf des Nachmittags zeigte sich dann zum ersten Mal die Intelligenz unseres Hundesohnes. Wann immer er ein kleines oder großes Geschäft zu erledigen wünschte, lief er zur Tür und fiepste.
Nach der letzten Tour um Mitternacht sanken wir dann todmüde ins Bett, im Glauben, den Schlaf nicht lange genießen zu dürfen. Irgendwann wurden wir dann wach, schauten ungläubig auf die Uhr - es war 7.00 Uhr, und kein Hund hatte sich bemerkbar gemacht. Die sofort eingeleitete Inspektionsrunde durch die Wohnung brachte es zu Tage: der kleine Zauberer hatte die gesamte Zeit durchgehalten.
Daran änderte sich auch in den folgenden Tagen und Wochen nichts.
Es mangelte nicht an Lob, Streicheleinheiten, Leckerlis und wieder einmal durften wir aufatmen.
(2. Hürde geschafft)
Es soll nicht der Eindruck entstehen, wir hätten einen langweiligen, altklugen Hund zu uns geholt. Wenn man Merlin beim Spielen oder auch in seinen sonstigen Aktionen beobachtet, so kann man unmißverständlich erkennen, daß es sich hierbei um einen Welpen handelt. Es macht ihm einfach Freude, seinen Menschen immer wieder zu beweisen, was er gelernt hat. Und er lernt sehr schnell. Wenn eine Verhaltensweise mehrfach mit einem Leckerli belohnt wurde, kann man sicher sein, daß er sie in der Folgezeit freiwillig zeigen wird.
So ist es ein Leichtes, ihn zu erziehen.
Er spürt sehr genau, wann es an der Zeit ist, die zweite Geige zu spielen. Das hat den Vorteil, daß man ihn überall mit hin nehmen kann und statt skeptischer Blicke früher oder später Lob ernten wird: "Der ist aber brav, man hört und sieht ihn ja überhaupt nicht."
Zu dieser Ausgeglichenheit trägt sicherlich auch die liebevolle Fürsorge, die Sie den kleinen Kerlen schenken, bei.
Daher möchten wir uns bei Ihnen und allen Mitstreitern für Ihr Engagement und Ihren Einsatz ganz herzlich bedanken. Denn ohne Sie hätten wir diesen Traumhund niemals in unserer Familie begrüßen dürfen. Wir können nur hoffen, daß Sie diese (sicherlich manchmal ganz schön stressige) Aufgabe noch lange erfüllen können.
Damit Sie einen Eindruck davon bekommen, wie sich der kleine "Hundesohn" entwickelt hat, legen wir, wie versprochen, ein paar Fotos bei.
In diesem Sinne ganz liebe Grüße (auch an Ihre vierbeinigen Kurgäste) und bis bald aus Solingen. |
| Merlin nach der Fahrprüfung. |
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